Gott von Woody Allen - AD Theater-AG

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Vergangene Spielzeiten > Spielzeit 2008 / 2009
Gott
Ein Drama von Woody Allen
 
Woody Allens Drama „Gott“ ist ein Stück Theater über das Theater in der Aula des AD.
 
„Ich spiel nicht in diesem Sudeldrama!“
 
Diabetes weigert sich, aufzutreten. Das Athener Dramenfestival naht, und das Stück taugt nichts, welches der Autor Hepatitis ihm auf den Leib geschrieben hat. Es fehlt der Schluss. Sämtliche Alternativen, die Diabetes munter vorschlägt, werden vom Schriftsteller kategorisch abgelehnt. Hilfe kann es demnach nur von außen geben.
   Und Menschen, die glauben, es besser zu wissen, gibt es genug. Zuschauer haben mehr als nur ein Wörtchen mitzureden, es gibt Besuch aus diversen anderen Dramen, Welten und Zeitaltern, göttliche Intervention erfolgt aus der Höhe und selbst der Autor wird per Telefon um Rat gefragt.
   Dann wagen sie es: der klassische Chor betritt die Bühne und das Spiel kann beginnen – wenn nicht alles bereits viel früher begonnen haben sollte. Der Sklave tritt seine beschwerliche Reise mit der geheimnisvollen Botschaft für den König an. Er trägt die Antwort auf die Frage aller Fragen. Wird es ihm gelingen, den König zu erreichen? Wird dem König die Antwort gefallen? Wird das Stück zu einem würdigen Ende finden?
   Der Literaturkurs 13 spielt das zwischen Komödie und absurdem Drama, zwischen Philosophie und schrägem Wahnsinn angesiedelte Stück über das Theater auf und mit dem Theater des amerikanischen Schriftstellers und Regisseurs Woody Allen zusammen mit einem nicht-goethischen „Vorspiel auf dem Theater“. Gemeinsam machen sich Publikum und Darsteller auf die Suche nach dem Sinn aller Dinge und der Verantwortung der Menschen.

Hertha, eine Dame
Theresa W.
Siegfried, ihr Sohn, Geistlicher
Julian S.
Röslein, ihre Tochter
Andrea O.
Karin, eine verheiratete Frau
Christina B.
Rüdiger, ihr untreuer Gatte
Lucas N.
Ben, ein Schüler
Justus W.
Tobias, ein weiterer Schüler
Alexander L.
Miriam, eine Schriftstellerin
Pola Gene S.
Hans, ein Unternehmer
Dennis v. S.
Lioba, eine Lehrerin
Lydia L.
Gitta, eine Kritikerin
Alexandra J.
Anja, eine Zuschauerin
Anja K.
Kathrin, eine Zuschauerin
Kathrin W.
Marc, ein Zuschauer
Marc R.
Salih, ein Zuschauer
Salih A.
Diabetes, ein Schauspieler
Wolfgang B.
Hepatitis, ein Autor
Maximilian B.
Doris Müller, eine Zuschauerin
Jennifer G.
Dienstmädchen, eine Stimme am Telefon
Andrea O.
Woody Allen, ein Schriftsteller
Fabian F.
Trichinosis, ein Bühnenbauer
Andreas W.
Salih, ein Souffleur
Salih A.
Bursitiris, ein Bühnenarbeiter
Jan Hendrik S.
Der Mann, ein Selbstmörder
Ruben W.
Lorenzo Miller, ein Schriftsteller
Nils B.
Blanche Dubois, eine Lehrerin
Lucia B.
Mon Cherie, ein Modell in Paris
Christina B.
Simone, eine junge Tänzerin in Paris
Pola Gene S.
Der Chor, eine griechische Tradition
Svenja B.
Katherina M.
Annika S.
Tim Phillip B.
David S.
Lars T.
Marc, ein Freund
Marc R.
Joseph Pickler, ein Meister
Dennis v. S.
Kalman M. Kaschtan, ein bekannter Kunstkritiker
Julian S.
Die Wache, ein Palastangestellter
Anatolij D.
Ödipus, ein König
Justus R.
Bob Zufall, ein Tourist
Erik G.
Wendy Zufall, eine Touristin
Dominique R
Eine Frau, eine Nutzerin des ÖPNV
Vanessa F.
Harry S. Green, ein amerikanischer Kunstsammler
Justus W.
Mrs H. S. Green, seine Gattin, eine Kunstliebhaberin
Alexandra J.
Mort, ein Arzt
Alexander L.
Christel, eine Briefzustellerin
Lydia L.
Hexe, eine Shakespearegestalt
Anja K.
Hexe, eine Shakespearegestalt
Kathrin W.
Hexe, eine Shakespearegestalt
Theresa W.
Stanley Kowalski, ein Arbeiter
Lucas N.
Kalman M. Kaschtan, ein bekannter Kunstkritiker
Julian S.
 Backstage
Technik
Kevin F.
Aufführungsrechte bei
Deutscher Theaterverlag
Eine Produktion des
Literaturkurs 12/13
Kursleitung
Thomas Mehl

Woody Allen

Woody Allen wurde am 1. Dezember 1935 als Allan Stewart Konigsberg in New York geboren. Seine Eltern waren der Juwelenschleifer Martin Konigsberg und die Buchhalterin Netti Konigsberg.

Im Alter von drei Jahren sah Woody seinen ersten Kinofilm (Walt Disney: Schneewittchen), die New Yorker Kinos wurden daraufhin zu seinem zweiten Zuhause.

Im ersten Schuljahr wurde er aufgrund seines hohen IQs in eine Klasse für Springer eingeteilt. Er selber jedoch mochte die Schule nicht und fiel durch seine rebellische Haltung, nichtgemachte Hausaufgaben und sein mehrfaches Schwänzen auf. Lediglich im Bereich Sport hinterließ er einen positiven Eindruck, gab aber das Boxen auf den Wunsch seiner Eltern hin auf.

Sein Interesse galt der Zauberei und der Musik. Bis heute spielt er täglich mehrere Stunden Klarinette und tritt gelegentlich auch in New Yorker Jazzkneipen auf. Im Alter von 15 Jahren bewarb er sich als Zauberer für eine Fernsehsendung, wurde jedoch nicht genommen.

Im Frühjahr 1952 wechselte er seinen Namen zu Woody Allen. Als Sechszehnjähriger begann er, regelmäßig Witze für verschieden Kolumnisten der New Yorker Tageszeitungen zu schreiben. Aufgrund seiner Schüchternheit wollte er nicht, dass sein richtiger Name mit den Witzen in den Zeitungen in Verbindung gebracht werden konnte. Ab Herbst 1952 war er als Comedy-Schreiber etabliert.

1953 begann er ein Studium an der New York University im Bereich Kommunikation und Film, hatte jedoch Probleme mit seinen Professoren, die seinen Stil nicht akzeptierten. Bereits nach einem Semester wurde er exmatrikuliert.

1959 war Woody Allen zum ersten Mal in psychiatrischer Behandlung. Eine melancholische Grundhaltung und ein humorvoller Umgang damit prägen sein Werk.

Als Autor gelangte er nach Hollywood, schrieb erst für Fernsehsendungen und Kabaretts, später trat er mit eigenen Texten immer erfolgreicher als Stand Up Comedian auf.

1964 verfasste er sein erstes Drehbuch, seitdem hat er nahezu jedes Jahr mindestens einen Film herausgebracht, in denen er als Drehbuchautor, Regisseur und/oder Schauspieler agierte. Der im Jahr 1984 ganz in Schwarz-Weiß gedrehte Broadway Danny Rose ist der zwölfte unter seiner Regie entstandene Film, Drehbuch und Regie wurden für den Oscar nominiert. Allen selber hat die Rolle des Danny Rose übernommen, die Rolle von Tina Vitale spielte seine damalige Lebensgefährtin Mia Farrow.

Neben dem Kino und dem Fernsehen hat er weiter für die Bühne geschrieben. So wurden 1975 die beiden Einakter Gott und Tod veröffentlicht.


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